Das 40. Internationale Heinkel-Treffen in Berg (Ahrweiler)

Anreise in die Eifel

Vom 16. bis 19. Juli 2026 traf sich die große Heinkel-Familie zum 40. Internationalen Heinkel-Jahrestreffen am Naturfreundehaus in Berg (Ahrweiler). Die Heinkel-Freunde Leverkusen & Köln hatten ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet und konnten zahlreiche Teilnehmer aus dem In- und Ausland begrüßen. Vier Tage lang standen gemeinsame Ausfahrten, viele gute Gespräche und die Leidenschaft für unsere Heinkel-Roller im Mittelpunkt.

Auch wir, die Heinkel-Freunde Kinzigtal machten uns auf den Weg in die Eifel. Treffpunkt war am Donnerstagmorgen um 7:00 Uhr auf dem Parkplatz Waldmatten an der A5. Von dort starteten zwei VW-Busse, ein Wohnmobil und ein Wohnwagengespann in Richtung Berg. Gegen 13:00 Uhr erreichten wir das Naturfreundehaus und begannen mit dem Aufbau unseres Lagers.

Eine besondere Leistung vollbrachten unsere vier Fahrer, die den Weg nach Berg mit ihren Heinkel-Rollern auf eigener Achse zurücklegten. Pirmin und Roland machten sich bereits am Mittwoch auf den Weg und übernachteten auf halber Strecke. Maurice und Jakob starteten dagegen erst am Donnerstagnachmittag. Nach vielen Stunden im Sattel erreichten sie das Treffen erst mitten in der Nacht. Solche Touren zeigen einmal mehr, wie zuverlässig unsere Heinkel-Roller auch nach vielen Jahrzehnten noch unterwegs sind.

Nachdem Zelte, Fahrzeuge, Wohnwagen und unser Pavillon aufgebaut waren, durfte natürlich auch das Hissen der Badischen Flagge nicht fehlen. Anschließend ließen wir den Abend bei Pasta mit Bolognesesauce, Salat und vielen netten Gesprächen gemütlich ausklingen.

Freitag – Radioteleskop Effelsberg und Bad Münstereifel

Der Freitag begann mit einem gemeinsamen Frühstück, bevor die erste Ausfahrt startete. Gemeinsam mit unseren Freunden von den Heinkel-Freunden Süd-Westfalen und den Heinkel-Freunden Kraichgau führte uns die Strecke zunächst zum Radioteleskop Effelsberg, dem größten voll beweglichen Radioteleskop Europas. Beeindruckend war nicht nur die Größe der Anlage, sondern auch die herrliche Strecke durch die Eifel.

Anschließend ging es weiter nach Bad Münstereifel. Dort unternahmen wir einen gemütlichen Stadtbummel durch die historische Altstadt. Besonders beeindruckend war zu sehen, wie sich die Stadt nach der verheerenden Hochwasserkatastrophe im Jahr 2021 entwickelt hat. Mit viel Engagement wurde in den vergangenen Jahren wieder aufgebaut und heute laden die liebevoll restaurierten Gassen, Geschäfte und Cafés wieder zum Verweilen ein. Natürlich durfte dabei auch ein leckeres Eis nicht fehlen, bevor wir uns auf den Rückweg zum Naturfreundehaus machten.

Am Abend wartete ein leckeres Grillbuffet auf uns. Anschließend saßen wir noch lange zusammen, tauschten Erfahrungen aus und genossen die gesellige Atmosphäre.

Samstag – Wasserburg Satzvey

Nach dem Frühstück starteten wir gemeinsam mit den Heinkel-Freunden Süd-Westfalen und den Heinkel-Freunden Kraichgau zur zweiten Ausfahrt. Ziel war die beeindruckende Wasserburg Satzvey, eine der schönsten Wasserburgen des Rheinlandes. Die historische Burg bot eine eindrucksvolle Kulisse für viele Erinnerungsfotos und war für viele Teilnehmer ein echtes Highlight.

Am Abend wurden wir traditionell mit Grünkohl und Pinkel verwöhnt. Bei bestem Wetter ließen wir auch den letzten gemeinsamen Abend in gemütlicher Runde ausklingen und genossen die besondere Atmosphäre eines internationalen Heinkel-Treffens.

Kleine Pannen und große Hilfsbereitschaft

Wie so oft bei einem Treffen mit historischen Fahrzeugen blieb das Wochenende nicht ganz ohne Zwischenfälle.

Bereits die Anreise stellte Jakob vor eine technische Herausforderung. An seinem Heinkel-Roller fiel unterwegs der Ladestrom der Lichtmaschine aus, sodass die Batterie nicht mehr geladen wurde. Die letzten Kilometer konnte er nur noch mit der verbliebenen Batterieladung zurücklegen und erreichte das Naturfreundehaus erst spät in der Nacht.

Das Wochenende nutzte er gemeinsam mit mehreren Heinkel-Freunden, um die Ursache zu finden und den Roller wieder instand zu setzen. Nach dem Austausch der Kohlen in der Lichtmaschine funktionierte die Ladeanlage wieder einwandfrei. Ein schönes Beispiel dafür, dass bei einem Heinkel-Treffen nicht nur gemeinsam gefahren, sondern auch gemeinsam geschraubt wird. Hilfe unter Freunden ist hier selbstverständlich.

Ein Schreckmoment am Samstagnachmittag

Für den wohl dramatischsten Moment des Wochenendes sorgte der kleine Felix. Beim Spielen und Klettern auf einer Auffahrrampe gerieten seine Finger zwischen die beweglichen Teile und wurden schwer verletzt. Aufgrund der Schwere der Verletzung wurde ein Rettungshubschrauber alarmiert, der den Notarzt zum Naturfreundehaus brachte. Im Krankenhaus stellte sich heraus, dass Felix drei Finger gebrochen hatte und zusätzlich erhebliche Quetschungen erlitten hatte. Felix und seine Eltern verbrachten die Nacht im Krankenhaus und traten am Sonntag direkt die Heimreise an.

Mittlerweile gibt es jedoch erfreuliche Nachrichten. Bei der Nachuntersuchung durch den Handchirurgen zeigte sich, dass die Brüche von selbst gut stehen, die Durchblutung einwandfrei ist und sich glücklicherweise keine Entzündung entwickelt hat. Wir wünschen Felix weiterhin gute Besserung und eine schnelle, vollständige Genesung.

Als wäre das noch nicht genug Aufregung für einen Tag gewesen, hatte sich wenig später eine Wespe unbemerkt in Angelas Colaflasche eingeschlichen. Beim Trinken wurde sie auf der Zunge gestochen. Glücklicherweise blieb auch dieser Vorfall ohne schwerwiegende Folgen.

Für eine eher kuriose Begebenheit sorgte schließlich Davids Wohnmobil. Das Fahrzeug hatte sich versehentlich selbst verschlossen. Selbst der verständigte ADAC konnte zunächst nicht helfen. Schließlich gelang es Annette mit viel Geschick, über eine Luke im Heck in das Wohnmobil zu gelangen und die Türen von innen zu öffnen. So konnte auch dieses Missgeschick mit einem Schmunzeln beendet werden.

Sonntag – Abschied bis zum nächsten Jahr

Am Sonntagmorgen hieß es dann Abschied nehmen. Nach dem gemeinsamen Frühstück wurden Zelte und Fahrzeuge abgebaut, alles verstaut und anschließend die Heimreise angetreten. Wie immer vergingen die gemeinsamen Tage viel zu schnell.

Unser Dank

Ein herzliches Dankeschön gilt den Heinkel-Freunden Leverkusen & Köln, die mit viel Herzblut ein hervorragend organisiertes Treffen auf die Beine gestellt haben. Das abwechslungsreiche Programm, die bestens organisierten Ausfahrten und die herzliche Atmosphäre machten das Wochenende zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Ebenso bedanken wir uns beim Team des Naturfreundehauses Berg für die Gastfreundschaft, die ausgezeichnete Verpflegung und die perfekte Unterstützung während des gesamten Wochenendes.

Besonders gefreut hat uns, die beiden Ausfahrten gemeinsam mit unseren Freunden von den Heinkel-Freunden Süd-Westfalen und den Heinkel-Freunden Kraichgau zu erleben. Genau diese Freundschaften und die gegenseitige Verbundenheit machen den besonderen Reiz der Internationalen Heinkel-Treffen aus.

Das 40. Internationale Heinkel-Jahrestreffen hat einmal mehr gezeigt, was unser gemeinsames Hobby ausmacht: historische Roller, wunderschöne Ausfahrten, gegenseitige Hilfe und vor allem viele Freundschaften.

Wir freuen uns schon heute auf das Wiedersehen mit der großen Heinkel-Familie beim 41. Internationalen Heinkel-Jahrestreffen im Odenwald.

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