Auf zwei Rädern nach Lauffen

Heinkel-Freunde Kinzigtal beim Lagertag und bei der Mitgliederversammlung des Heinkel Club Deutschland

Bei herrlichem Frühsommerwetter machten sich vier Mitglieder der Heinkel-Freunde Kinzigtal am Wochenende des 9. und 10. Mai auf den Weg zum Lagertag und zur Mitgliederversammlung des Heinkel-Club Deutschlands nach Lauffen am Neckar. Mit dabei waren Roland Delitzsch, David Faißt, Roland Landauer und Pirmin Schwab, die auf ihrem Heinkel-Tourist eine abwechslungsreiche und kurvenreiche Tour durch den Schwarzwald und Nordbaden erlebten.

Früher Start in Offenburg

Bereits ab 07:15 Uhr waren die Teilnehmer sternförmig aus ihren Heimatorten unterwegs zum gemeinsamen Treffpunkt, der Tankstelle neben dem Bauhaus-Markt in Offenburg. Nach dem Auftanken der Fahrzeuge setzte sich die kleine Kolonne mit wenig Verspätung in Bewegung.

Die Anfahrt führte – ganz im Sinne einer stilechten Heinkel-Ausfahrt – nicht über die schnellste Strecke, sondern über landschaftlich reizvolle Straßen durch den Schwarzwald. Viele Kurven, zahlreiche Höhenmeter und strahlender Sonnenschein sorgten von Beginn an für beste Stimmung. Unterwegs wurde bei einer kleinen Kaffeepause in Seewald Rast gemacht, bevor die Fahrt weiter Richtung Neckarraum führte.

Nach rund 200 Kilometern und etwa vier Stunden Fahrzeit erreichte die Gruppe gegen 13:00 Uhr das Verkaufslager des Deutschlandclubs in Lauffen am Neckar.

Schraubergespräche, Ersatzteile und Clubatmosphäre

Beim traditionellen Lagertag stärkten sich die Kinzigtäler zunächst mit Bratwurst, Kaffee und Getränken, ehe man sich ins Clubleben stürzte. Zwischen Ersatzteilregalen und Verkaufsständen ergaben sich viele nette Gespräche mit anderen Heinkel-Freunden aus ganz Deutschland.

Neben Fachsimpeleien und Schraubergesprächen konnten auch bereits bestellte Ersatzteile im Lager abgeholt werden. Die Verkaufsstände luden zudem zum Stöbern ein – für viele Besucher traditionell ein fester Bestandteil des Wochenendes.

Heilbronn: Automatenhotel mit kleinen Tücken

Gegen 16:00 Uhr machte sich die Gruppe auf den Weg ins Hotel im Zentrum von Heilbronn. Dort wartete zunächst eine kleine Geduldsprobe: Das mitarbeiterlose Automatenhotel machte den Online-Check-in aufgrund eines ausgefallenen Computers etwas kompliziert und zeitraubend. Letztlich klappte aber alles, und das Hotel erwies sich insgesamt als ordentlich und zweckmäßig.

Der Abend begann mit einem leckeren Essen im georgischen Restaurant um die Ecke. Es war schwer, sich von der stimmungsvollen Livemusik des Wirts zu trennen, doch wollte man unbedingt noch etwas von der Stadt sehen. Den kleinen Stadtbummel durch Heilbronn mit einem Eis ließ man in einem Biergarten entspannt ausklingen.

Mitgliederversammlung mit Kinzigtäler Erfolg

Der Sonntag begann mit einem gemeinsamen Frühstücksbuffet im Hotel, bevor es erneut mit den Tourists nach Lauffen ging – diesmal zur Mitgliederversammlung des Heinkel Club Deutschlands.

Die Roller der Heinkel-Freunde Kinzigtal standen dabei als erste Spalier vor dem Eingang der Bürgerstube Lauffen, dem Veranstaltungsort der Versammlung – ein schöner Blickfang für die ankommenden Mitglieder.

Ein besonderer Moment des Tages war die einstimmige Wahl von Pirmin Schwab zum Beisitzer im Vorstand des Heinkel Club Deutschlands. In seiner Wahlrede betonte er insbesondere die Bedeutung der Nachwuchsförderung, um den alternden Deutschlandclub auch langfristig zukunftsfähig aufzustellen. „Dieser Aufgabe möchte ich mich besonders widmen“, meinte der neue Beisitzer.

Nach Abschluss der Sitzung gab es für die anwesenden Mitglieder noch ein gemeinsames Mittagessen, bevor sich die vier Kinzigtäler gegen 14:00 Uhr wieder auf den Heimweg machten.

Heimfahrt mit nassem Finale

Die Rückfahrt führte über eine andere Route zurück Richtung Schwarzwald und Ortenau. Zunächst begleitete die Fahrer noch Sonnenschein, doch im Laufe des Nachmittags verabschiedete sich dieser, um einer zunehmend dicker werdenden Wolkendecke die Präferenz zu geben.

Eine letzte gemütliche Pause wurde im Biergarten des Maiwald 12 zwischen Achern und Rheinau eingelegt, bevor es auf die letzten Kilometer Richtung Offenburg ging.

Kurz vor dem Ziel wartete jedoch noch eine letzte Überraschung: Ein kräftiger Sturzregen erwischte die Teilnehmer und sorgte dafür, dass Fahrer und Roller noch einmal ordentlich durchnässt wurden.

Hier trennten sich dann auch die Wege der vier Teilnehmer für die individuelle Heimfahrt.

Fazit

Ein rundum gelungenes Wochenende mit schöner Strecke, bestem Heinkel-Gemeinschaftsgefühl, interessanten Gesprächen und einem erfreulichen Wahlerfolg für die Kinzigtäler – trotz nassem Finale eine Ausfahrt, die sicher in guter Erinnerung bleiben wird. Zwischen Kurven, Schwarzwaldpanorama und Schraubergesprächen blieb den vier Teilnehmern diesmal sogar eine andere, bei historischen Heinkel-Rollern durchaus bekannte Form der Geselligkeit erspart: Straßenrandreparaturen! Weder verrußte Zündkerzen, bockige Vergaser, müde Kondensatoren oder Zündspulen noch spontane Benzinverluste verlangten nach Improvisationstalent – die vier Heinkel Tourist liefen über das gesamte Wochenende tadellos.

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